Die Computeraufgabe, die Sie soeben durchgeführt haben, beinhaltete eine wissenschaftlich notwendige Täuschung.
Sie haben an einem Social Media Ostracism Paradigm teilgenommen – einer wissenschaftlichen Methode, um zu untersuchen, wie Menschen auf soziale Zurückweisung oder Akzeptanz reagieren.
Ihre Privatsphäre war zu jeder Zeit geschützt. Ihr Profil, Ihre Fotos und Ihre persönlichen Informationen wurden niemals echten Personen gezeigt oder online veröffentlicht. Alles blieb ausschließlich auf dem Computer in diesem Raum.
Um ehrliche und natürliche Reaktionen auf soziale Situationen zu untersuchen, ist es manchmal notwendig, dass Teilnehmer*innen glauben, sie interagieren mit echten Menschen. Wenn Sie gewusst hätten, dass es sich um ein Computerprogramm handelt, hätten Sie möglicherweise anders reagiert.
Diese Methode wird in der Psychologie seit vielen Jahren verwendet und ist wissenschaftlich etabliert. Sie hilft uns dabei, wichtige Erkenntnisse über soziale Prozesse zu gewinnen, die Menschen mit psychischen Belastungen helfen können.
Das verwendete Paradigma basiert auf der Forschung von Wolf et al. (2014) und ist eine anerkannte Methode zur Untersuchung von sozialer Zurückweisung. Es wurde speziell dafür entwickelt, ethisch vertretbar zu sein und dabei dennoch valide Forschungsergebnisse zu liefern.
Unabhängig davon, wie Sie sich während der Aufgabe gefühlt haben – Ihre Reaktionen waren völlig normal und angemessen. Falls Sie:
...dann zeigt das, dass das Paradigma funktioniert hat und Ihre Daten wissenschaftlich wertvoll sind.
Obwohl die Aufgabe eine Täuschung beinhaltete, bleiben alle Ihre Rechte als Studienteilnehmer*in vollständig bestehen:
Falls Sie nach dieser Aufklärung nicht möchten, dass Ihre Daten verwendet werden, teilen Sie uns das bitte mit. Ihre Daten werden dann umgehend gelöscht, ohne dass Ihnen dadurch irgendwelche Nachteile entstehen.
Unmittelbar: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um über das Erlebte zu reflektieren. Falls Sie Fragen haben oder sich unwohl fühlen, sprechen Sie uns bitte sofort an.
Heute: Nach diesem Aufklärungsgespräch werden wir noch einen kurzen Fragebogen zu Ihrem aktuellen Wohlbefinden durchführen.
Zukünftig: Die gewonnenen Daten fließen in die wissenschaftliche Auswertung ein. Sie können gerne nach Abschluss der Studie (voraussichtlich Ende 2026) eine Zusammenfassung der Ergebnisse erhalten.
Klinisches Team Station 6B:
Tel: +43-1-40400-35470
Verfügbar 24/7 für psychische Belastungen
Studienleitung:
Dr. Marion Aichberger: marion.aichberger@meduniwien.ac.at
Krisztina Gergely-Gaal, MSc: krisztina.gergely-gaal@meduniwien.ac.at
Bei anhaltenden Beschwerden:
Wenden Sie sich an Ihr behandelndes Team oder an die psychosoziale Beratung der MedUni Wien.
Ihre Teilnahme trägt dazu bei, das Verständnis für Borderline-Persönlichkeitsstörungen zu verbessern. Die Erkenntnisse aus dieser Studie können:
Durch Ihre ehrlichen Reaktionen haben Sie einen wertvollen Beitrag zur Forschung geleistet, der vielen anderen Menschen zugutekommen kann.
Ihre Teilnahme hilft dabei, das Leben von Menschen mit psychischen Belastungen zu verbessern. Das schätzen wir sehr.